Januar

Kalenderblatt Januar

Während der Garten noch tief verschneit ist, haben die passionierten Gärtnerinnen und Gärtner ihren Blick schon auf das kommende „Gemüsejahr“ gerichtet.
Jetzt ist genügend Zeit, um den Gemüseanbau zu planen und das Saatgut einzukaufen. Wer sich frühzeitig einen Überblick verschafft, versäumt keinen Saat- oder Pflanztermin. Die richtigen Gemüsearten auswählen – eigene Wünsche berücksichtigen
Für den Anbau im eigenen Garten stehen selbstverständlich die beliebtesten Gemüsearten ihrer Familie im Vordergrund. Spezialitäten wie Zuckermais, Broccoli, Chicoree, Pastinake, Fenchel oder seltene Salate sollten dabei nicht vergessen werden.
Auf den Platz kommt es an.
In kleineren Gärten wird man vor allem Frischgemüse und Gewürzkräuter anbauen.

Ein großzügig bemessener und immer gut zugänglicher Platz zum Kompostieren sollte berücksichtigt werden.

Dies gilt auch für 3 m² Platz zum Erdbeeranbau und – wenn dies gewünscht wird – für Kartoffeln.

Von allen Gemüsearten gibt es ein fast unübersehbares Angebot von alten und neuen Sorten. Beim Einkauf sollten solche bevorzugt werden, die widerstandsfähig gegen Krankheiten sind, wenig schossen und eine gute Qualität erwarten lassen. Es lohnt sich deshalb, teures Saatgut zu kaufen, das einige Vorteile bietet.

Der Anbau verschiedener Sorten ermöglicht vielfach eine gestaffelte Ernte. Bei Kohlrabi ist beispielsweise die Sorte ‚Express Forcer‘ für den Frühanbau unter Folie und Glas besonders gut geeignet. Sorten wie ‚Blaro‘, ‚Noriko‘, ‚Lanro‘ oder ‚Superschmelz‘ sind u.a. im Sommer und Herbst zu empfehlen. Die Radieschensorte ‚Knacker‘ ist für den frühen Anbau geeignet, während Sie ‚Big Ben‘ oder ‚Parat‘ besser im Sommer anbauen, weil sie kaum pelzig werden.

Mit Hilfe einer Skizze „verplant“ man das Gemüse auf die Beete. Es wird dabei mit den Gemüsearten begonnen, die viel Zeit von der Aussaat oder Pflanzung bis zur Ernte benötigen. Rechteckige Beetformen sind leichter zu pflegen; sie sollten daher bevorzugt werden.
Mischkultur oder getrennter Anbau der Gemüsearten
Mit Hilfe der Mischkultur wird versucht, die vorhandene Fläche optimal zu belegen und die positiven Wirkungen verschiedener Gemüsearten untereinander auszunutzen. Die Pflanzen sollen sich gegenseitig im Wachstum fördern und die Abwehr gegen Schädlinge und Krankheiten erhöhen.

Die Vorteile sind jedoch nur dann zu erwarten, wenn die weiteren pflanzenbaulichen Maßnahmen wie Bodenverbesserung, richtiger Pflanzenabstand oder eine ausreichende Wasserversorgung gewährleistet sind. Zudem erschwert die Mischkultur Planung und Pflege des Gemüsegartens. Wer noch keine Erfahrung mit dem Gemüseanbau hat, sollte deshalb jeweils mit einer Gemüseart im Beet beginnen.

Anbau und Fruchtfolge richtig planen – gesundes Gemüse ernten
Krankheitserreger und Schädlinge vermehren sich im Gartenboden, wenn die gleichen Gemüse oder verwandte Arten zu häufig auf derselben Fläche angebaut werden. So sind beispielsweise die Möhre oder andere Doldenblütler wie Sellerie durch Älchen (Fadenwürmer), Kohl durch Kohlhernie oder Salate durch Pilzkrankheiten gefährdet. Wer Enttäuschungen vermeiden will, muss deshalb die Fruchtfolge richtig planen. Es kommt dabei auf ein gesundes Nacheinander der verschiedenen Gemüsearten an, weil dadurch nicht nur das Krankheits- und Schädlingsrisiko vermindert, sondern auch die Nährstoffe im Boden besser genutzt werden. Die richtige Fruchtfolge bewirkt demzufolge eine Mischkultur in zeitlicher Hinsicht.

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